Vom 5. bis 7. Juni 2026 verwandelte sich das Rheinbad in Düsseldorf in die Arena für die vielversprechendsten Schwimmtalente Deutschlands. Bei den Deutschen Meisterschaften im Schwimmerischen Mehrkampf traf sich die nationale Elite der Jahrgänge 2013 bis 2015, um die begehrten Titel unter sich auszumachen. Mit dabei war ein ganz junges Talent aus den Reihen der Wasserfreunde. Ilja Bubb hatte sich im Jahrgang 2015 für dieses hochkarätige Event qualifiziert.
Startberechtigt sind in Düsseldorf ausschließlich die Top 20 der offiziellen deutschen Bestenliste. Ilja musste sich diesen Startplatz im Qualifikationszeitraum der vergangenen Monate hart erkämpfen.
Ausschlaggebend war hierbei die Summe aus den persönlichen Bestleistungen über 100 Meter und 200 Meter in der jeweiligen Hauptschwimmart. Ilja qualifizierte sich als Rücken-Schwimmer.
In Düsseldorf wartete nun ein wahres Mammutprogramm auf den Zehnjährigen, das ihm eine enorme Vielseitigkeit abverlangte. Anders als bei normalen Wettkämpfen geht es im Mehrkampf nicht um den schnellen Erfolg auf einer einzelnen Strecke. Insgesamt sechs Mal musste Ilja am dreitägigen Wettkampfwochenende ins Wasser springen. Neben den klassischen Distanzen über 100 und 200 Meter in der Hauptlage sowie den kräftezehrenden 400 Metern Freistil und 200 Metern Lagen standen auch spezielle Techniktests auf dem Programm. So mussten die Athleten bei 50 Metern reiner Beinbewegung mit einem offiziellen Wettkampfbrett und beim Test über zwei Mal 25 Meter „Delphinkicks“ in Bauch- und Rückenlage beweisen, dass sie auch die koordinativ anspruchsvolle Unterwasserphase perfekt beherrschen. Für jede dieser Teilstrecken werden Punkte vergeben, die am Ende zu einem Gesamtergebnis addiert werden.
Mit einer Gesamtpunktzahl von 1695 Punkten erreichte Ilja am Ende Platz 15 bei seiner ersten deutschen Meisterschaft.
Auch sein Trainer Alexander Bouhlel zeigte sich Stolz über die Leistungen seines Schwimmers:
Eine erste deutsche Meisterschaft macht schon etwas mit einem – und das habe ich auch bei Ilja bemerkt. Etwas bedachter, aber auch nervöser als üblich ging er an seine Starts und hat hier im Schnitt solide Leistungen gezeigt. Im Sinne der langfristigen Orientierung ist diese Erfahrung Gold wert und umso glücklicher bin ich mit der Platzierung. Als einer der besten 15 in ganz Deutschland muss man sich nicht verstecken.“
Für Ilja ist die Teilnahme an diesem großen Event ein riesiger Meilenstein in der noch jungen sportlichen Karriere und man darf gespannt sein wie sich dieses Talent noch weiter entwickeln.


